
Blogartikel vom 22.10.2025
Die Suche nach zuverlässigen Partnern und Lieferanten in der Kunststofftechnik ist oft komplex, zeitintensiv und voller Unsicherheiten. Genau hier setzt Sergio Rigano an: Mit über 20 Jahren Branchenerfahrung und einer einzigartigen Datenbank bietet er seinen Kunden Transparenz und Orientierung im Markt.
Wenn ein Unternehmen Partner, Lieferanten oder Produktionsstandorte im Bereich Kunststofftechnik sucht, geht es längst nicht mehr nur um Preis, Maschinenliste und ISO-Zertifikate. Davon ist Sergio Rigano überzeugt. Mit über zwanzig Jahren beruflicher Praxis kennt er die Kunststoffindustrie sehr gut, hat sich parallel und in Eigenregie eine Datenbank mit über 3.000 Betrieben aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – und seine eigene Unternehmensberatung aufgebaut. Im Interview verrät er, warum Unternehmens-Scouting mehr ist als reine Adressrecherche, welche Vorteile es bietet und worauf es bei der Auswahl von Lieferanten wirklich ankommt.
Kunststoffe: Herr Rigano, wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Sergio Rigano: Die Idee entstand bereits 2005. Damals begann ich, Adressen und Informationen über Spritzgussunternehmen zu sammeln. Ursprünglich diente dies nur als praktisches Hilfsmittel für Bewerbungen. Mit der Zeit entwickelte sich daraus jedoch eine wertvolle Datenbank, die ich für Recherchen, Lieferantenauswahl und Technologievergleiche nutzte. Schließlich erkannte ich, dass dieses Wissen auch anderen Unternehmen helfen kann, gezielt passende Partner und Technologien zu finden.
Unternehmen-Scouting in der Kunststofftechnik ist noch nicht weit verbreitet. Was genau ist damit gemeint?
Das bedeutet, gezielt Firmen zu identifizieren, die exakt zu den Anforderungen der Kunden passen. Neben Adressen werden technische Kompetenzen, Branchenfokus, Zertifizierungen und Maschinenpark berücksichtigt. Ziel ist es, Transparenz am Markt zu schaffen und daraus konkrete, maßgeschneiderte Lösungen abzuleiten.
Das heißt …
… Informationslücken schließen und fundierte Entscheidungsgrundlagen schaffen. Viele Unternehmen verlieren bei der Suche nach Lieferanten, Verfahren oder Partnern Zeit und Ressourcen. Das Scouting schafft Transparenz: Wer bietet welche Technologie? Für welche Branchen? In welcher Region? Und passt das Profil zu den Anforderungen des Kunden?
An wen richten Sie sich bzw. wer sind Ihre potenziellen Kunden?
Das Angebot richtet sich an verschiedene Bereiche der Kunststoffindustrie. Dazu gehören:
• Kunststoffverarbeiter und Spritzgießer, die neue Geschäftsfelder erschließen oder Lieferanten suchen
• Material- und Rohstoffhersteller, die ihre Absatzmärkte erweitern möchten
• Maschinen- und Werkzeugbauer sowie Ausrüster, die ihre Produkte gezielt platzieren wollen
• Dienstleister entlang der Wertschöpfungskette – von Rohstoffen und Recycling
• Forschung, Entwicklung und Prüfung bis hin zu Montage, IT/Digitalisierung sowie Branchenverbände
• Investoren und Neueinsteiger, die einen schnellen Überblick über den Markt und die Wettbewerber erhalten möchten
Kernstück Ihrer Arbeit ist die von Ihnen aufgebaute Datenbank: Wie groß ist diese und auf welche Informationen greifen Sie zurück?
Die Datenbank umfasst über 3.000 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Weitere Länder wie Italien sind bereits in Vorbereitung.
Erfasst werden Standort, Unternehmensgröße, Zertifikate, Branchenfokus (zum Beispiel Automotive, Medizintechnik), Technologien, Materialien, Maschinenpark und Werkzeugbau. Ergänzt wird dies durch besondere Merkmale der Unternehmen sowie eigene Erfahrungen aus Projekten, Gesprächen und Vor-Ort-Besuchen.
Die meisten Informationen würde man wahrscheinlich auch mit einer Recherche bei Google oder ChatGPT herausfinden. Warum sollte man sich für Sie entscheiden?
Natürlich lassen sich viele Informationen über Unternehmen im Internet oder mit Tools wie ChatGPT finden, doch diese sind oft unstrukturiert, unvollständig oder oberflächlich und die Recherche kostet sehr viel Zeit. Mein Ansatz geht darüber hinaus.
Ich empfehle nur Unternehmen, die ich selbst geprüft habe – sei es durch direkten Kontakt oder durch meine langjährige Projekterfahrung. Dabei fließt mein über 27-jähriges Branchen-Know-how ein, von der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker über die Prozessoptimierung an Spritzgießmaschinen bis hin zum Aufbau von Abteilungen und
Produktionsstrukturen.
Welchen Mehrwert hat der Kunde davon?
Für Kunden bedeutet das, dass sie keine bloße Datensammlung erhalten, sondern fundierte Bewertungen und konkrete Handlungsempfehlungen. Sie sparen Zeit, minimieren Risiken und gewinnen Sicherheit bei strategischen Entscheidungen.
Wie läuft das Scouting ab? Könnten Sie mir ein typisches Kundenprojekt beschreiben?
Ein Projekt beginnt mit einer Anfrage, etwa „Wir suchen einen mittelständischen Lieferanten in Süddeutschland, spezialisiert auf Hochtemperatur-Kunststoffe mit Erfahrung in der Medizintechnik und eigenem Werkzeugbau.“
Dann folgen:
1. Bedarf klären: Erstellung eines detaillierten Anforderungsprofils (Standort, eingesetzte Verfahrenstechnik, Zertifizierungen).
2. Recherche: Abgleich der Kriterien mit der Datenbank, Nutzung von Branchenkontakten, Identifikation potenzieller Kandidaten.
3. Vorprüfung und Validierung: Informationsaustausch, Interviews und gegebenenfalls Vor-Ort-Besuche.
4. Bewertung: Technische Eignung und wirtschaftliche Aspekte werden analysiert und eine Empfehlungsliste mit Vor- und Nachteilen erstellt.
5. Umsetzung (optional): Begleitung bis zur Erstproduktion.
So entsteht ein strukturierter Prozess, der Zeit spart und Sicherheit bei Entscheidungen bietet.
Wobei können Sie alles unterstützen bzw. die passende Unterstützung suchen/finden?
Ich begleite Unternehmen entlang des gesamten Scouting-Prozesses. Das beinhaltet die gezielte Lieferanten- und Partnerauswahl, Technologie- und Verfahrensscouting sowie Markt- und Wettbewerbsanalysen. Dabei erhalten Kunden nicht nur Ergebnisse, sondern auch Beratung und Vorprüfungen mit klarer Bewertung.
Sie könnten ja wahrscheinlich auch die Datenbank als Produkt anbieten, zum Beispiel als Webapplikation. Warum haben Sie sich dagegen entschieden?
Eine Datenbank allein liefert nur Rohdaten. Der Mehrwert entsteht durch Analyse, Bewertung und fundierte Einschätzungen, gestützt auf langjährige Projekterfahrung. Deshalb nutze ich die Datenbank als Werkzeug in Kundenprojekten. Am Ende erhalten die Kunden konkrete Handlungsvorschläge auf Basis geprüfter Informationen. Perspektivisch sind ergänzende Formate denkbar, aktuell liegt der Fokus jedoch auf individueller Beratung.
Ihr Unternehmen ist noch recht jung. Aber dennoch: Was war bisher der größte Erfolg?
Die Resonanz aus der Branche ist durchweg positiv, sei es im direkten Austausch mit potenziellen Kunden oder auf Veranstaltungen. Besonders erfreulich ist, dass bereits zahlreiche Anfragen eingegangen sind, die den bestehenden Bedarf deutlich machen.
Gab es auch Rückschläge?
Wie bei jedem jungen Unternehmen gab es Herausforderungen – etwa Sichtbarkeit aufzubauen oder ein neuartiges Angebot verständlich zu erklären. Die aktuelle Marktlage erschwert dies zusätzlich. Wichtig ist, diese Erfahrungen als Lernkurve zu sehen: Jede Erkenntnis hat geholfen, das Geschäftsmodell zu schärfen und die Strategie klarer zu kommunizieren.
Bei Interesse an einem Austausch melden Sie sich gerne!
Beste Grüße,
Sergio Rigano
📞 Mobil: +49 163 7525529
🌐 Web: www.rigano-kunststofftechnik.com
